Guter Rat ist nicht teuer

FVHF-Effizienz-Tool

Das FVHF-Effizienz-Tool ermittelt die erforderliche Dämmstoffdicke und die energetische Effizienzklasse der Unterkonstruktion einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade, in Abhängigkeit des Soll-U-Wertes der Außenwand. Die Vordimensionierung hilft, die technischen und bauphysikalischen Anforderungen wirtschaftlich zu erfüllen.

Ab Januar 2016 gelten für Neubauten erhöhte Anforderungen an die Energieeffizienz. Bei der Optimierung des Energiebedarfes von Bauwerken spielt der U-Wert von Fassadenaufbauten eine wichtige Rolle. Für Architekten, Planer und Verarbeiter bietet der Fachverband vorgehängte hinterlüftete Fassaden ab sofort das Online-Tool als Unterstützung bei der Vorplanung. Um die Ausschreibung durch eine produktneutrale energetische Qualitätsanforderung zu ergänzen, hat die Projektgruppe U-Wert des FVHF zudem die Einführung von Effizienzklassen für die Fassadenunterkonstruktionen erarbeitet.

Die Bedienung des browsergestützten Tools ist denkbar einfach: Aus vier Einflussgrößen ermittelt das Programm im ersten Schritt die sich ergebende Mindestanforderung an die Effizienzklasse der Unterkonstruktion (Wärmebrückeneffizienzklasse ∆U) bei Begrenzung der Dämmstoffdicke auf maximal 240 mm. In einem zweiten Berechnungsschritt kann vom Programmnutzer die Dicke des Dämmstoffes von 60 mm bis 300 mm und dessen Wärmeleitfähigkeitsgruppe variiert und die sich daraus ergebende geänderte Effizienzklasse der Unterkonstruktion abgelesen werden.

Darüber hinaus erhalten Sie hier weiterführende Informationen zum FVHF-Effizienz-Tool.

Auswahl des Verankerungsgrundes

Als Standard-Verankerungsgrund ist Stahlbeton 200 mm hinterlegt. Der Wert kann durch Auswahl aus der Liste oder Eingabe eines freien λ-Wertes geändert werden.

2,30 Wärmeleitfähigkeit des Verankerungsgrunds λ nach DIN 4108-4 in W/(m*K)
 

Wärmeleitfähigkeit der Dämmung

Die Wärmeleitfähigkeitsgruppe leitet sich aus dem rechnerischen Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ ab. Ein Wert von 0,035 W/(m*K) entspricht der WLG 035. Je kleiner der WLG-Wert ist, desto größer ist die Wärmedämmwirkung.

0,035 Wärmeleitfähigkeit der Dämmung λ in W/(m*K)
 

Pauschaler U-Wert-Zuschlag

Das Tool berücksichtigt bei der Berechnung des Wärmebrückenzuschlages der Unterkonstruktion einen zusätzlichen Korrekturfaktor von 0,01 W/(m2*K) – bspw. für Fensterlaibungen und Gebäudeecken. Der Korrekturfaktor kann optional abgeschaltet oder durch einen freien Wert geändert werden.
Es handelt sich dabei nicht um den allgemeinen Zuschlag für Wärmebrücken ΔUWB = 0,10 W/(m²*K) (bei Ausführung entsprechend DIN 4108 Beiblatt 2 oder Gleichwertig ΔUWB = 0,05 W/(m²*K)) nach EnEV

0,01 Korrekturfaktor in W/(m²*K)
 

Berechnung der erforderlichen Dämmstoffdicke

Soll-U-Wert
Hier wird der Soll-U-Wert der Außenwand vorgegeben (entsprechend den Anforderungen der EnEV an die verschiedenen Gebäudetypen oder als freier Eingabewert z. B. für KfW 70). Die U-Werte von Fenstern und Türen finden hierbei keine Berücksichtigung.

In diesem ersten Berechnungsschritt ist die Dämmstoffdicke auf 240 mm begrenzt. Im nächsten Feld kann geprüft werden, welche Effiziensklassen mit einer Dämmstoffdicke bis zu 300 mm möglich sind.

Wärmebrückeneffizienzklasse ΔU
Die Wärmebrückeneffizienzklasse beschreibt den maximal möglichen Wärmebrückenzuschlag ΔU für die gesamte Unterkonstruktion in W/(m2*K). Dieses energetische Effizienzkriterium ermöglicht eine produktneutrale Ausschreibung der Unterkonstruktion mit definierten Qualitätsanforderungen. Der Nachweis der Einhaltung der Wärmebrückeneffizienzklasse ist durch den Lieferanten der Unterkonstruktion unter Berücksichtigung der punktuellen Wärmebrückenverlustkoeffizienten der die Dämmung durchdringenden Befestigungen und deren Anzahl pro m2 Außenwandfläche zu führen (siehe FVHF-Richtlinie „Bestimmung der wärmetechnischen Einflüsse von Wärmebrücken bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden“).

0,151 Wert der ungestörten Wand U₀ in W/(m²*K)
220 Erforderliche Dämmstoffdicke in mm
0,035 bei gewählter Wärmeleitfähigkeit λ
0,08 Wärmebrückenzuschlag der Unterkonstruktion mit der Effizienzklasse ∆U
  • A+0,005
  • A0,01
  • B0,03
  • C0,045
  • D0,06
  • E0,08
  • F0,1
  • G0,12
  • H0,15
 

Variieren der Effizienzklasse bei Veränderung der Dämmstoffdicke/Wärmeleitfähigkeit

In diesem zweiten Berechnungsschritt kann die maximal zulässige Wärmebrückeneffizienzklasse der Unterkonstruktion bei veränderter Wärmeleitfähigkeit und/oder Dicke der Wärmedämmung ermittelt werden.

0,045 Wärmebrückeneffizienzklasse ∆U
  • A+0,005
  • A0,01
  • B0,03
  • C0,045
  • D0,06
  • E0,08
  • F0,1
  • G0,12
  • H0,15
 

Berechnung drucken

 

Für eine neue Berechnung klicken Sie bitte hier.

Die Berechnungen des FVHF-Effizienz-Tools dienen nur der Vordimensionierung für die Ausschreibung.

Alle Angaben ohne Gewähr! Es wird keine Haftung übernommen!

 
drucken | empfehlen