Deutscher Fassadenpreis 2000 für VHF

 

 

Ausgezeichnete Projekte:

Foto: Michael Heinrich

1. Preis Kategorie Neubau

Beim 5. Deutschen Fassadentag® anläßlich der bautec 2000 wurde in Berlin der Deutsche Fassadenpreis 2000 für VHF verliehen.
Den 1. Preis in der Kategorie Neubau erhielt das Münchner Architekturbüro Fink + Jocher für ein innovatives Entwicklungszentrum in Ingolstadt. Der längliche Kubus steht als Solitär in unwirtlicher Nachbarschaft einer Ölraffinerie. Er überzeugt durch einen flexiblen Gebäudeentwurf, der sich unterschiedlichsten Arbeitsweisen variabel anpassen kann. Herausragend ist auch das Energiekonzept, das auf einer strengen energetisch sinnvollen Gebäudeaufteilung basiert. Die südlich ausgerichtete gläserne Halle ist als Pufferzone dem linearen Baukörper vorgelagert. Die Giebelseiten und die Nordfassade zeichnen sich durch eine VHF nach DIN 18516 mit einer Bekleidung aus vorbewitterten Zinkblechschindeln aus. Sie wurde auf einer Holzunterkonstruktion ausgeführt und stellt zusammen mit der hochisolierten Betonspeichermasse die sinnvollste Außenwandkonstruktion für das natürliche Lüftungs- und Energiekonzept der ganzheitlich begriffenen Planung dar.


Foto: BBP Bauconsulting

1. Preis Kategorie Sanierung

Für den beispielhaften Umgang mit der Problematik elfgeschossiger Wohnhochhäuser in industrieller Bauweise erhielt das Berliner Büro BBP Bauconsulting unter Federführung der Architektin Evelin Heinrich den 1. Preis in der Kategorie Sanierung für eine Sanierung in Schwerin. Alle geschlossenen Fassadenflächen an Giebelseiten, im Bereich des Drempels und am Aufzugsraum wurden als vorgehängte hinterlüftete Fassade mit einer Bekleidung aus kleinformatigen Ziegelelementen auf einer Metall-Unterkonstruktion ausgeführt. Diese Konstruktion gleicht die immensen Unebenheiten der alten Fassade aus. Korrosion in Bewehrung und Verankerungen oder Feuchtigkeit in den alten Fertigteilelementen werden dank der Hinterlüftung ausgetrocknet und nachhaltig unterbunden. Selbst bei Bewegungen im hohen Bauwerk besteht bei der VHF mit ihrem offenen Fugenbild keine Gefahr der Rissbildung.


Foto: Barkow Leibinger

Sonderpreis Kategorie Neubau

Für den beispielhaften Umgang mit den Möglichkeiten der Fassadengestaltung honorierte die Jury des Deutschen Fassadenpreises 2000 für VHF das Architekturbüro Barkow Leibinger, Berlin mit einem Sonderpreis.
Die dominante Südfassade ihres Freizeitzentrums in Berlin steht mit dem eindrucksvollen Fassadenbild in Kontrast zur traditionellen Holzbekleidung. Eine gekonnte Kombination von großformatigen Tafeln aus Faserzement und transparenter Verglasung schafft eine geradezu bildhafte Ansicht, die den Ort als Zentrum für Jugendliche optisch hervorhebt.
Ermöglicht wurde die architektonische Qualität und Tiefe der Fassade durch den zweischichtigen Aufbau der VHF, der eine kreative Anordnung unterschiedlichster Bekleidungswerkstoffe auf Holz- oder Metallunterkonstruktionen zulässt.



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