Außergewöhnliche Fassade für Lebenstraum von „The Greatest“
Muhammad Ali, einer der bekanntesten Boxsportler der Welt, verwirklichte seinen Lebenstraum: Eine internationale Begegnungsstätte, die Menschen hilft, individuelle Talente zu entwickeln und respektvoll miteinander umzugehen. In seiner Heimatstadt Louisville im US-Bundesstaat Kentucky wurde vor einigen Monaten das Muhammad Ali Center (MAC) feierlich eröffnet. Daran nahmen u.a. Ex-US-Präsident Bill Clinton sowie Freunde und Bewunderer aus aller Welt teil. Die keramische Fassadenbekleidung dieses außergewöhnlichen Projekts ist made in Germany und wurde in Schwarzenfeld / Bayern hergestellt.
Das Muhammad Ali Center in Louisville (USA) ist weit mehr als ein Museum für die Boxlegende Muhammad Ali. „Ich möchte, dass es nicht nur ein Gebäude mit meinen persönlichen Andenken wird, sondern ein Platz, der Menschen inspiriert, das Beste aus sich herauszuholen, egal, was sie versuchen“ heißt es in einem Statement des Ex-Weltmeisters im Schwergewicht.
Der hohe ethische Anspruch wird auch architektonisch eindrucksvoll untermauert. Das Projekt besteht aus sechs Stockwerken und befindet sich in exponierter Lage in Sichweite zum Ohio-River. Das Design erfolgte durch die renommierten Büros Lee H. Skolnick Architecture + Design Partnership bzw. Beyer Blinder Belle Architects & Planners LLP, New York.
Ein prägendes Merkmal ist die Fassade. Dafür wählte man hochwertige Keramikfliesen von Agrob Buchtal im Rastermaß 30 x 60 cm. Die verschiedenen Glasuren wurden genau definiert und speziell für dieses Projekt gefertigt. Von den Planern wurden die Farben dann so angeordnet, dass aus der Distanz das Konterfei bzw. typische Kampfposen von Muhammad Ali erkennbar sind. Die Befestigung der Keramikfliesen erfolgte für den Betrachter unsichtbar durch das patentierte System „Quadro“, das optimal an die amerikanische Bauweise angepasst werden konnte. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Spezialglasuren mit der Oberflächenveredelung Hydrotect ausgestattet sind. Sie sind extrem reinigungsfreundlich dank der hydrophilen Oberfläche: Wasser perlt nicht ab, sondern bildet einen dünnen Film, der Verschmutzungen unterwandert und so zu einem self-washing-Effekt führt.
Obwohl seit geraumer Zeit unter der Parkinson’schen Krankheit leidend, begeistert Muhammad Ali immer noch durch seine charismatische Aura. Ali zeigte sich aber auch außerhalb des Boxrings stets engagiert und politisch interessiert. Ein jüngeres Beispiel dafür ist die Ernennung zum Friedensbotschafter der Vereinten Nationen, die 2001 durch Generalsekretär Kofi Annan erfolgte. Lebenswerk und Ideale von Muhammad Ali werden nun weiter getragen durch das MAC - eine Institution, die weit mehr ist als ein Museum.



