Cube im Kurpark Freudenberg
Am Aussichtspunkt im Freudenberger Kurpark zeigte sich ein kontrastreiches Bild: wo der Blick des Betrachters sonst auf ein jahrhundertealtes Ensemble aus schwarz-weißen Fachwerkhäusern trifft, bot sich ihm nun ein völlig neuer Anblick. Am Rande des historischen Ortskerns stand ein Gebäude, das in seiner Form und Gestaltung ebenso erstaunlich anmutete wie die Gegenstände, die sich darin befanden.
Für zwei Monate beherbergte dort der Cube als temporärer „ZeitRaum für Kunst“ eine Ausstellung der Werke des weltberühmten Künstlerehepaars Christo und Jeanne-Claude. Und so eindrucksvoll die Ausstellung, so imposant war auch das Gebäude.
Konzipiert von den Kölner Architekten LHVH bestand das Gebäude aus 36 Raummodulen (Containern) der Firma ALHO aus Morsbach, von denen sechs die beiden Treppenhäuser bildeten. Das Gebäude bot auf drei Etagen rund 400 m2 Ausstellungsfläche. Für das besondere Finish des „Cubes“ sorgten aber die Profile von EPS: 500 m2 Fassade wurden mit recycelfähigen PVC-beschichteten Gewebebahnen bespannt. In einem schimmernden Silber-Ton gehalten und durch zwei grüne Gewebebahnen akzentuiert, erhielt der Cube so seine unverwechselbare „Außenhaut“.
Das besondere des Gewebes sind seine Eigenschaften: fest in den Aluminiumprofilen eingespannt, wird eine trommelfellartige Oberfläche erzielt, die zugleich flexibel ist und großen Windlasten standhält. Neben dieser Stabilität bietet die Transparenz des Gewebes einen großen Gestaltungsspielraum. Durch farbliche und lichttechnische Gestaltung des Hintergrundes lassen sich interessante Effekte erzielen, die dem Cube ein sich ständig wandelndes Gesicht verliehen.
Am Ende der Ausstellung ließ sich das Gebäude einfach zerlegen, so dass die einzelnen Komponenten getrennt voneinander wiederverwendet werden können.Der Cube war somit ein gelungenes Unikat und ein weiteres Beispiel für die permanenten oder temporären Umsetzungsmöglichkeiten der EPS-Spanntuchprofilsysteme.



