Wirtschaftlichkeit vorgehängter hinterlüfteter Fassaden im Neubau

 

Wirtschaftlichkeit im Neubau darf nicht zu Lasten einer bauphysikalisch und ästhetisch optimalen Fassade gehen. Gerade in jüngster Zeit, da Gebäuden im Innern ein hoher Grad an Flexibilität und Fähigkeit zum Nutzungswandel abverlangt wird, gewinnt die Fassade ein hohes Maß an Autonomie und eigenständiger Bedeutung. Die Berliner Architektin Felicitas Schoberth vom Büro Kebe + Schoberth Architekten TU - SIA analysiert in der jüngsten Ausgabe des FVHF - FOCUS® das Thema "Wirtschaftlichkeit von Fassaden im Neubau" und zeigt diese anhand architektonisch ausgesuchter Beispiele auf. In der Ausgabe 20 der Schriftenreihe des Fachverbandes für Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF) weist sie darauf hin, dass die Wirtschaftlichkeit einer Fassade von unter-schiedlichen Komponenten abhängig ist. Werkstoff-Kombinationen, Flächenvariationen sowie zusätzliche Systemkomponenten werden unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit betrachtet. Die exemplarische Darstellung der Wirtschaftlichkeit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) am Beispiel der "Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus - Fakultät 4 - Umweltwissenschaften und Verfahrenstechnik" verdeutlicht, dass sich durch eine hochwertige Gestaltung innerhalb eines vorgegebenen Kosten-Budgets und mittels der umfangreichen architektonischen und konstruktiven Möglichkeiten und der vielfältigen Auswahl an Bekleidungswerkstoffen einer VHF insgesamt eine "Wertsteigerung" des Objektes in Bezug auf Akzeptanz und Vermarktung erreichen lässt. Das vorgestellte Projekt demonstriert dabei in mehrfacher Hinsicht die wirtschaftlichen und gestalterischen Vorzüge einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade.