17.09.2018

Deutscher Fassadenpreis 2018 für Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden:

MGF Architekten aus Stuttgart sind Preisträger

MGF Architekten aus Stuttgart sind Preisträger des Deutschen Fassadenpreises 2018 für Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden (VHF): Ihr Entwurf der Folkwang Universität der Künste in Essen überzeugte die Fachjury unter Vorsitz von Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur. „Die Architekten nehmen bei der Fassadengestaltung direkten Bezug auf die vorwiegend orthogonale Typologie der Bestandsgebäude der Zeche Zollverein und leiten schlüssig aus dieser ebenfalls die Flächenbündigkeit der Fassadengestaltung ab“ urteilten die Preisrichter und lobten die „außerordentlich sorgfältig durchgearbeitete Fassade“. Am 13. September 2018 wurden der Hauptpreis und die fünf Anerkennungen im Rahmen einer festlichen Gala in Berlin verliehen. Der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e. V. - FVHF verleiht den renommierten Architekturpreis in diesem Jahr zum zwölften Mal seit 1999.

Das 140 Meter lange Gebäude ist eine Baukörperkonstellation aus unterschiedlich großen Kuben mit eingeschnittenen Höfen und Atrien. Der Haupteingang orientiert sich zum zentralen Grün der „Designstadt“ hin. Foto: Friedhelm Krischer, Duisburgzoom
Das 140 Meter lange Gebäude ist eine Baukörperkonstellation aus unterschiedlich großen Kuben mit eingeschnittenen Höfen und Atrien. Der Haupteingang orientiert sich zum zentralen Grün der „Designstadt“ hin. Foto: Friedhelm Krischer, Duisburg

Die Jury lobte die durchgängig herausragende Qualität des Preisträgerprojekts vom Städtebau im Welterbe-Kontext über die architektonische Grob- und Feingliederung bis hin zur Wahl und Komposition der Konstruktionen und Materialien. Schon anlässlich der Vertragsunterzeichnung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Bauherrn, der Welterbe Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, hatte die damalige NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft und heutige Bundesumweltministerin Svenja Schulze den geplanten Neubau wie folgt charakterisiert: „Mit der Folkwang Universität der Künste erhält die Designstadt Zollverein einen neuen Impuls, der den Standort als hervorragende Adresse für Innovation und Gestaltung voranbringt.“ Das Team von MGF Architekten nahm den Deutschen Fassadenpreis 2018 für VHF sehr erfreut entgegen.

Fünf weitere Architekturbüros und ihre jeweiligen Bauherren erhielten für ihre herausragenden Projekte Anerkennungen:

• Richter Musikowski für das Haus der Zukunft – Futurium in Berlin
• roedig . schop architeken für Wohnen am Anger Adlershof in Berlin
• Werner Sobek und JAHN Architects für den ThyssenKrupp Testturm in Rottweil
• Wacker Zeiger Architekten für das Einfamilienhaus in Timmdorf
• HEIDE & VON BECKERATH für das Umspannwerk Sellerstrasse in Berlin

Die sechs preisgekrönten Bauten illustrieren ebenso wie die zahlreichen hochkarätigen Einreichungen die Gestaltungskraft des VHF-Systems und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Das Gewinnerprojekt erhielt mit 5.000 Euro die Hälfte des mit 10.000 Euro dotierten Preises, die restliche Summe von 5.000 Euro wurde zu gleichen Teilen unter den fünf Anerkennungen aufgeteilt.

Als Preisträger des Deutschen Fassadenpreises 2015 für VHF und aktuelles Jurymitglied berichtete Prof. Friedrich Tuczek über seine persönliche Sicht auf Architekturauszeichnungen und stimmte das Publikum auf die festliche Verleihung ein. Zum wiederholten Male ist mit Reiner Nagel ein Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur Teil der Fachjury, was die enge Kooperation zwischen der Stiftung und dem FVHF festigt und die kontinuierlich hohe baukulturelle Qualität des Preises gewährleistet.

Mit MGF Architekten wurde ein weiteres Architekturbüro ausgezeichnet, das sich in eine Folge von prominenten Gewinnern einreihen darf: Zu den Preisträgern des Deutschen Fassadenpreises für VHF zählen bisher unter anderem Sauerbruch Hutton, Berlin (2001), Allmann Sattler Wappner, München (2004 + 2007), Manuel Herz, Köln (2011), Staab Architekten, Berlin (2013) und raumzeit Architekten (2015).


Factsheet zum Deutschen Fassadenpreis 2018 für VHF

Dokumentation zum Deutschen Fassadenpreis 2018 für VHF

Die Pressemeldung zum Deutschen Fassadenpreis 2018 für VHF können Sie sich hier herunterladen.

Durch eine differenzierte Anordnung von Fenster- und Fassadenbändern übertrugen MGF Architekten das Konzept des „Verspringens“ der Gebäudeform auf die Fassade. Foto: Friedhelm Krischer, Duisburgzoom
Durch eine differenzierte Anordnung von Fenster- und Fassadenbändern übertrugen MGF Architekten das Konzept des „Verspringens“ der Gebäudeform auf die Fassade. Foto: Friedhelm Krischer, Duisburg
Die Anordnung der geschlossenen Brüstungselemente und der verglasten Bänder erzeugt ein bewegtes Bild. Foto: Friedhelm Krischer, Duisburgzoom
Die Anordnung der geschlossenen Brüstungselemente und der verglasten Bänder erzeugt ein bewegtes Bild. Foto: Friedhelm Krischer, Duisburg
Die flächenbündige Gestaltung der VHF mit sichtbar befestigten feuerverzinkten Stahlblechen nimmt direkten Bezug auf die vorwiegend orthogonale Typologie der Bestandsgebäude der Zeche Zollverein. Foto: Friedhelm Krischer, Duisburgzoom
Die flächenbündige Gestaltung der VHF nimmt direkten Bezug auf die vorwiegend orthogonale Typologie der Bestandsgebäude der Zeche Zollverein. Foto: Friedhelm Krischer, Duisburg
Zwischen der drei Millimeter dicken Stahlbekleidung und dem mit einem U-Profil gefassten Prallglas konturiert eine feine horizontale Fuge das Fassadenbild. Foto: Friedhelm Krischer, Duisburgzoom
Zwischen der drei Millimeter dicken Stahlbekleidung und dem Prallglas konturiert eine horizontale Fuge das Fassadenbild. Foto: Friedhelm Krischer, Duisburg
 

Anerkennungen: 

Richter Musikowski ist es gelungen, mit präzisen Mitteln dem Futurium in Berlin den Anschein von etwas sich ständig Wandelndem zu verleihen, das mit der Atmosphäre in einer Wechselwirkung steht. So wird auch in der Außengestalt das Versprechen, ein Haus der Zukunft zu sein, überzeugend eingelöst. Die Jury sprach dem Projekt eine Anerkennung zu. Foto: Dacian Groza, Berlinzoom
Richter Musikowski ist es gelungen, mit präzisen Mitteln dem Futurium in Berlin den Anschein von etwas sich ständig Wandelndem zu verleihen, das mit der Atmosphäre in einer Wechselwirkung steht. So wird auch in der Außengestalt das Versprechen, ein Haus der Zukunft zu sein, überzeugend eingelöst. Die Jury sprach dem Projekt eine Anerkennung zu. Foto: Dacian Groza, Berlin
Nach einem Wettbewerbserfolg konnte das Berliner Büro roedig . schop architekten die dreigeschossige Wohnbebauung am Anger mit leicht zurückspringendem Staffelgeschoss realisieren. Mittels einer stimmigen Gliederung der Elemente und den gut detaillierten Anschlüssen entsteht ein überzeugendes Gesamtbild mit hoher Prägnanz. Die Jury ist insgesamt von der Arbeit sehr überzeugt und vergab eine Anerkennung. Foto: Stefan Müller, Berlinzoom
Nach einem Wettbewerbserfolg konnte das Berliner Büro roedig . schop architekten die dreigeschossige Wohnbebauung am Anger mit leicht zurückspringendem Staffelgeschoss realisieren. Mittels einer stimmigen Gliederung der Elemente und den gut detaillierten Anschlüssen entsteht ein überzeugendes Gesamtbild mit hoher Prägnanz. Die Jury ist insgesamt von der Arbeit sehr überzeugt und vergab eine Anerkennung. Foto: Stefan Müller, Berlin
Mit einer Höhe von 246 Metern ist der thyssenkrupp Turm von Werner Sobek mit Helmut Jahn in Rottweil eines der höchsten Bauwerke Deutschlands. Die Jury zeigte sich auch unter ästhetischen und baukulturellen Gesichtspunkten überzeugt und vergab eine Anerkennung: „Die spiralförmig vor der Röhre angebrachte VHF ist nicht nur ein ingenieurtechnisch wirksamer Beitrag zur Reduzierung des Schwingungsverhaltens des Turmes, sondern verleiht diesem vor allem seine charakteristische Form. Foto: Rainer Viertlböck, Gautingzoom
Mit einer Höhe von 246 Metern ist der thyssenkrupp Turm von Werner Sobek mit Helmut Jahn in Rottweil eines der höchsten Bauwerke Deutschlands. Die Jury zeigte sich auch unter ästhetischen und baukulturellen Gesichtspunkten überzeugt und vergab eine Anerkennung: „Die spiralförmig vor der Röhre angebrachte VHF ist nicht nur ein ingenieurtechnisch wirksamer Beitrag zur Reduzierung des Schwingungsverhaltens des Turmes, sondern verleiht diesem vor allem seine charakteristische Form. Foto: Rainer Viertlböck, Gauting
Insgesamt zeigte sich die Jury des Deutschen Fassadenpreises 2018 für VHF von der hohen Qualität des Wohnhauses Timmdorf von Wacker Zeiger Architekten beeindruckt. Für die planerische und handwerkliche Präzisionsarbeit der VHF wie auch ökonomische Bauweise vergab sie eine Anerkennung. Foto: Nele Martensen, Hamburgzoom
Insgesamt zeigte sich die Jury des Deutschen Fassadenpreises 2018 für VHF von der hohen Qualität des Wohnhauses Timmdorf von Wacker Zeiger Architekten beeindruckt. Für die planerische und handwerkliche Präzisionsarbeit der VHF wie auch ökonomische Bauweise vergab sie eine Anerkennung. Foto: Nele Martensen, Hamburg
HEIDE & VON BECKERATH erhielten eine Anerkennung für das Umspannwerk Sellerstraße in Berlin. Die Jury lobte die konzeptionelle Brillanz der Fassadenlösung, die qualitätsvolle Einfachheit und Wandelbarkeit zeige. Durch die Kombination einer zurückhaltend expressiven Fassade mit gezieltem Minimalismus in der technischen Umsetzung und einer beiläufigen Referenz auf die klassische Mies’sche Eckausbildung, hält das Umspannwerk ein dezent subversives Element für den Architekturkenner bereit. Foto: Andrew Alberts, Berlinzoom
HEIDE & VON BECKERATH erhielten eine Anerkennung für das Umspannwerk Sellerstraße in Berlin. Die Jury lobte die konzeptionelle Brillanz der Fassadenlösung, die qualitätsvolle Einfachheit und Wandelbarkeit zeige. Durch die Kombination einer zurückhaltend expressiven Fassade mit gezieltem Minimalismus in der technischen Umsetzung und einer beiläufigen Referenz auf die klassische Mies’sche Eckausbildung, hält das Umspannwerk ein dezent subversives Element für den Architekturkenner bereit. Foto: Andrew Alberts, Berlin

Preisverleihung: 

Als Preisträger des Deutschen Fassadenpreises 2015 für VHF und aktuelles Jurymitglied berichtete Prof. Friedrich Tuczek über seine persönliche Sicht auf Architekturauszeichnungen und stimmte das Publikum auf die festliche Verleihung ein. Foto: FVHF e.V., Dirk Heckmann, Berlinzoom
Als Preisträger des Deutschen Fassadenpreises 2015 für VHF und aktuelles Jurymitglied berichtete Prof. Friedrich Tuczek über seine persönliche Sicht auf Architekturauszeichnungen und stimmte das Publikum auf die festliche Verleihung ein. Foto: FVHF e.V., Dirk Heckmann, Berlin
Glückliche Gewinner: MGF Architekten aus Stuttgart sind Preisträger des Deutschen Fassadenpreises 2018 für Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden (VHF). Ihr Entwurf der Folkwang Universität der Künste in Essen überzeugte die Fachjury. (Von links nach rechts: Andreas Reinhardt (Vorstandsvorsitzender FVHF), Jonas Faber und Prof. Jan Kliebe (MGF Architekten), Till Schneider (schneider+schumacher, Jurymitglied). Foto: FVHF e.V., Dirk Heckmann, Berlinzoom
Glückliche Gewinner: MGF Architekten aus Stuttgart sind Preisträger des Deutschen Fassadenpreises 2018 für Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden (VHF). Ihr Entwurf der Folkwang Universität der Künste in Essen überzeugte die Fachjury. (Von links nach rechts: Andreas Reinhardt (Vorstandsvorsitzender FVHF), Jonas Faber und Prof. Jan Kliebe (MGF Architekten), Till Schneider (schneider+schumacher, Jurymitglied). Foto: FVHF e.V., Dirk Heckmann, Berlin
Begehrte Trophäe: Der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. - FVHF verleiht den renommierten Architekturpreis in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal seit 1999. Am 13. September 2018 wurden der Hauptpreis und die fünf Anerkennungen im Rahmen einer festlichen Gala in Berlin verliehen. Foto: FVHF e.V., Dirk Heckmann, Berlinzoom
Begehrte Trophäe: Der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. - FVHF verleiht den renommierten Architekturpreis in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal seit 1999. Am 13. September 2018 wurden der Hauptpreis und die fünf Anerkennungen im Rahmen einer festlichen Gala in Berlin verliehen. Foto: FVHF e.V., Dirk Heckmann, Berlin
 
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