Nachhaltige 3D-Fassadenlösung verbindet Denkmalschutz, Bestandserhalt und zeitgemäße Architektur

Sanierung denkmalgeschützter Senatsverwaltung Berlin | Glasfaserbeton-Fassade von Rieder

Für die Sanierung der prägenden Fassade des einst höchsten Bürohochhauses Berlins wurden 3.500 Formteile aus Glasfaserbeton von Rieder installiert. Die dauerhaft einsetzbaren Betonelemente ermöglichen eine Maximierung der Nutzungsdauer bei gleichzeitiger architektonisch ansprechender Modernisierung der Gebäudehülle.

Der unter Denkmalschutz stehende Dienstsitz der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in der Württembergischen Straße wurde einer umfassenden Sanierung unterzogen. Dabei stand eine ressourcenschonende Bauweise sowie die Verlängerung der Nutzungsdauer des in die Jahre gekommenen Gebäudes im Mittelpunkt. Die Sanierung der Fassade erfolgte mit 3D Elementen aus Glasfaserbeton von Rieder. Die vorgehängten Elemente sind materialehrlich und haben, dem Denkmal entsprechend, eine zeitlose Anmutung. Auf raffinierte Art und Weise entstand eine Synthese zwischen Denkmalpflege und zeitgenössischer Architektur. Durch das Bauen im Bestand konnte nicht nur die ursprüngliche Form erhalten bleiben, es wurde auch graue Energie eingespart und keine weiteren Flächen wurden versiegelt.


Kahlfeldt Architekten haben die Vorgaben des Bauherrn, BIM Berliner Immobilienmanagement, auf elegante Weise realisiert: eine ganzheitliche Gebäudeplanung, welche zukünftige Betriebs- und Unterhaltskosten beachtet, eine umfassende Schadstoffsanierung sowie die angestrebte Silber-Zertifizierung für Nachhaltiges Bauen unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes.

„Die Württembergische Straße 6 hatte, wie es sich für ein Bestandsgebäude der 50er Jahre gehört, viele Überraschungen, die teilweise erst mit Beginn der Bauarbeiten entdeckt wurden. Neben Schadstoffen und Bauschäden war es vor allem eine Herausforderung die Auflagen des Landesdenkmalamts und der Unteren Denkmalschutzbehörde mit den Anforderungen an ein modernes Bürogebäude in Einklang zu bringen“, so Projektleiterin Alin Schwarzkopf von Kahlfeldt Architekten.

Maßgeschneidertes System für hohe Ansprüche
Die Außenbereiche des Gebäudes wurden modernisiert und der Hauptzugang barrierefrei gestaltet, sodass die Fassade besser zur Geltung kommt. Das geschichtsträchtige Erscheinungsbild der Außenhaut sollte unbedingt erhalten bleiben. Rieder entwickelte speziell für das Projekt eine individuelle Fassaden-Lösung unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes. 7000 Laufmeter geformte L- und V-Bauteile in der Farbe ivory wurden als einhängefertige Elemente geliefert. Die für Beton verhältnismäßig leichten Formteile lassen sich flexibel verarbeiten und trugen so zur Machbarkeit des Konzeptes bei. formparts eignen sich durch ihr geringes Gewicht sowie ihre hohen Spannweiten für Fassaden mit anspruchsvollen Geometrien. Die witterungsunabhängige Vormontage im Werk gewährleistet einen hohen Qualitätsstandard und eine rasche Montage bauseits. Ein einfaches Einhängesystem ermöglicht eine Justierung vor Ort, eine exakte Passgenauigkeit sowie eine verdeckte Montage.


Langlebigkeit definiert Nachhaltigkeit
Das Material überzeugt nicht nur durch seine zahlreichen optischen und technischen Vorteile, sondern auch durch minimalen Wartungsaufwand, Brandbeständigkeit und Langlebigkeit. Mit einer errechneten Lebensdauer von mehr als 50 Jahren müssen die Elemente weder abgeschliffen noch gestrichen werden. Dadurch werden nicht nur Ressourcen geschont, sondern es wird auch ein wichtiger Beitrag zur Energieeffizienz geleistet. Ein weiterer Pluspunkt: Zahlreiche Farben, Oberflächen, Texturen und Formen ermöglichen über 28.500 Gestaltungs- und Kombinationsmöglichkeiten für moderne, funktionale und ästhetisch ansprechende Gebäudehüllen.

 

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