VHF: Die Energieeinsparsparfassade®

12. Deutscher Fassadentag® in Hamburg

Gestaltungsfreiheit trifft auf Mehrwert. Innovation verbindet sich mit Nachhaltigkeit. Energieeffizienz erhöht die Wirtschaftlichkeit. Unter diesen Stichworten fand am 22.11.2011 in Hamburg der 12. Deutsche Fassadentag® mit über 80 Teilnehmern statt.

Der 12. Deutsche Fassadentag in Hamburg
80 Teilnehmer im IBA-Dock in Hamburg verfolgten interessiert die Fachvorträge am 12. Deutschen Fassadentag
Fotos: links, rechts: Martin Jung/Cubus Medien, Mitte: Tim Westphal/DETAIL

Eingeladen hatte der FVHF, der mit diesem Fachkongress seine eingeführten Fassadentage erstmals als eigenständige Veranstaltungsreihe außerhalb der großen Baufachmessen eröffnet hat. „Der 12. Deutsche Fassadentag® war ein voller Erfolg“, resümierte der Geschäftsleiter des FVHF, Ronald Winterfeld, die Fachtagung, die ganz im Zeichen der Maxime VHF: Die Energieeinsparfassade® stand. „Wir sind auf großes Interesse seitens der über 60 FVHF Mitgliedsunternehmen, unserer prominenten Kooperationspartner - Bundesstiftung Baukultur, IBA Hamburg und Bundesfachabteilung Fassadenbau im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. - sowie vieler externer Teilnehmer, in der Mehrzahl Architekten, gestoßen“. Auch künftig wird der FVHF regionale Fachkonferenzen zum Thema vorgehängte hinterlüftete Fassaden (VHF) veranstalten, und diese gesondert von der Preisverleihung zum Deutschen Fassadenpreis für VHF durchführen.

IBA-Dock ist VHF-Vorzeigeprojekt
Besonderer Dank der Veranstalter geht an Uli Hellweg, der als Geschäftsführer der IBA Hamburg GmbH die Veranstaltung im repräsentativen IBA-Dock im Hafen von Hamburg ermöglicht hatte. Hellwig wies in seinem Beitrag auf die Notwendigkeit hin, regionale Ressourcen der jeweiligen Orte zu nutzen. Eindrücklich machte dies schon der ausgesuchte Veranstaltungsort deutlich: Das IBA-Dock in Hamburg-Wilhelmsburg ist ein hochwärmegedämmtes Vorzeigeprojekt mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade, bekleidet mit Tafeln aus Faserzement. Es nutzt, auf Pontons stehend, mittels eines Zeitengenerators den Tidenhub der Elbe zur Energiegewinnung, produziert also die Energie für seinen Verbrauch selbst. Uli Hellwegs Vortrag unter dem Gesichtspunkt städtebaulicher und baukultureller Aspekte verdankten die Teilnehmer auch Ausblicke auf bioreaktive Fassaden und mögliche Wirkungsweisen künftiger Fassaden.

Energiewende in Deutschland
In seinem engagierten Vortrag zur Energiewende in Deutschland sah Rechtsanwalt Michael Knipper, der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, gute Voraussetzungen. So habe etwa der Wohnungsbau angezogen. Die politische Weichenstellung für Ressourcenschonung und Energieeinsparung könnten von der Bauwirtschaft genutzt werden.

Contra Verbundfassaden, pro sortenreiner Trennung
Prof. Michael Braum, der Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur, beleuchtete das Thema Baukultur unter dem ganzheitlichen Aspekt des Lebenszyklus‘ von Fassaden und sprach sich in diesem Zusammenhang gegen Verbundsysteme und für sortenreine Fassaden - wie es das System der VHF ist - aus. In ihrem Beitrag „Gestaltungsfreiheit und Mehrwert. Nachhaltiges Planen und Bauen mit VHF“ stellte Prof. Annette Hillebrandt von msah Architekten verschiedene Projekte, darunter ihren beim Deutschen Fassadenpreis 2011 für VHF ausgezeichneten Gewerbebau, vor. Auch sie plädierte für die Möglichkeit sortenreiner Trennung von Baustoffen und für die Demontage und Wiederverwertung von Baustoffen, was bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden müsse.

Chance Photovoltaik Fassade
Marcus Liebher von Bau-Plan-Consult GmbH hob in seinem Vortrag über die bauphysikalischen Anforderungen an hinterlüftete Fassaden vor allem die noch weitestgehend unerschlossenen Potentiale von Photovoltaik-Fassaden hervor. Last, not least ging Maria Roos vom Fraunhofer Institut auf die wirtschaftlichen Anreize ein, die energieeffiziente und energieproduzierende Fassaden bieten.

Die Pressemeldung zum 12. Deutschen Fassadentag® können Sie sich hier herunterladen.

 
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