Hohe Temperaturen und (Stark-)Niederschläge treffen Städte mit besonderer Härte. Die Versiegelung urbaner Oberflächen durch Asphalt und Beton beeinträchtigt das natürliche thermische und hydrologische Gleichgewicht. Im Kontext einer Ökonomisierung knapper innerstädtischer Flächen kommt den Fassaden eine besondere Bedeutung zu. Obgleich die Gebäudeaußenhüllen einen Großteil der städtischen Flächen bedecken, ist deren Mehrheit auf die Erfüllung trivialer, bauphysikalischer Funktionen für den Gebäudeinnenraum ausgerichtet, dabei das Stadtraumklima völlig außer Acht lassend.
HydroSKIN ist die "Funktionskleidung" für unsere Gebäude. Die leichten Fassadenelemente aus Textilien und Membranen nehmen Regenwasser, das windgetrieben schräg auf die Gebäudefassade trifft vor Verunreinigung durch Bodenkontamination auf. Sie entlasten damit nicht nur städtische Kanalisationssysteme, sondern verwandeln (Stark-)Niederschläge auch in eine nutzbare Ressource zur Senkung des gebäudeinternen Trinkwasser- und Energieverbrauchs. An heißen Sommertagen wird (Regen-)Wasser in die textile Fassade zurückgeführt, um durch Verdunstung das Gebäude wie auch den Stadtraum mit minimalem Wasser- sowie Energieverbrauch natürlich zu kühlen und damit städtische Hitzeinseln nachhaltig zu neutralisieren. Die leichten Textilhüllen können aufgrund ihres geringen Gewichts "mit Leichtigkeit" an sämtlichen Gebäuden im Neubau wie auch im Gebäudebestand angewendet bzw. nachgerüstet werden. – und das in ebenso vielfältiger und individualisierbarer Gestalt wie unsere Kleidung. Das Konzept der transluzenten bis opaken HydroSKIN-Elemente basiert auf einem mehrlagigen Textil- und Folienaufbau, der individuell an klimatische, architektonische und nutzerspezifische Anforderungen angepasst werden kann. Die textile Struktur ist in einen Aluminiumrahmen eingespannt, der gleichzeitig die Wasserversorgungsinfrastruktur zur Be- und Entwässerung integriert.