Hinweise für die Brandschutzplanung

FVHF-Leitlinie Brandschutz

Die Projektgruppe Brandschutz des Fachverbandes für Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden (FVHF) hat in Zusammenarbeit mit Brandschutzexperten der TU Braunschweig und dem Ingenieurbüro hhpberlin die FVHF-Leitlinie Brandschutztechnische Vorkehrungen für Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden (VHF) erstellt.

Anwendungshinweis
Gemäß § 28 Abs. 4 der Musterbauordnung (MBO) sind bei Außenwandkonstruktionen mit geschossübergreifenden Hohl- oder Lufträumen, wie z. B. vorgehängten hinterlüfteten Fassaden, gegen die Brandausbreitung besondere Vorkehrungen zu treffen.
Eine dieser möglichen Vorkehrungen stellen Brandsperren dar. Sie behindern eine Brandausbreitung im Hinterlüftungsraum durch Unterbrechung oder partielle Reduzierung des freien Querschnitts auf ≤ 100 cm²/m Wandlänge.
Gemäß § 28 Abs. 5 der MBO gelten diese Anforderungen nicht für Gebäude der Gebäudeklassen 1 bis 3. Für diese Gebäudeklassen sind keine besonderen Vorkehrungen zu treffen.
Diese Leitlinie präzisiert und interpretiert die Muster-Liste der Technischen Baubestimmungen (MLTB) mit ihrer Anlage 2.6/4 als technische Regel zum Einbau von Brandsperren als eine mögliche Vorkehrung im Sinne der MBO § 28 und § 30.
Sie soll die Anwendung ihrer Regelungen erleichtern und diese verständlicher darstellen.

Die Leitlinie dient dem objektbezogenen Abstimmungs- und Planungsprozess im Hinblick auf den baulichen Brandschutz.

Diese Leitlinie steht jedermann zur Anwendung frei. Durch die Anwendung dieser Leitlinie entzieht sich niemand der Verantwortung für eigenes Handeln.

FVHF-Leitinie Brandschutz

Übersicht Brandschutz und VHF - Baurecht


VHF - System und Brandschutz

Gesetzliche Regelungen, die in der Planung und Ausführung von VHF beachtet werden müssen

Bei der Planung und Ausführung von Vorgehängten Hinterlüfteten Fassaden und der Auswahl der Baustoffe sind die gesetzlichen Bestimmungen des Brandschutzes zu berücksichtigen. Das flexible System der VHF ermöglicht es dank seiner umfangreichen Palette geeigneter Werkstoffe und Materialien, alle gesetzlichen Vorschriften und praktischen Anforderungen zu erfüllen.

VHF - System und Brandschutz


VHF - System und Sicherheit

Wie sich Brandschutzanforderungen bei Vorgehängten Hinterlüfteten Fassaden (VHF) sicher erfüllen lassen.

Der Brandschutz in Deutschland ist bauaufsichtlich detailliert geregelt. Er orientiert sich an definierten Schutzzielen. Insgesamt ist der Brandschutz Fachplanungsaufgabe. Der FVHF empfiehlt grundsätzlich nichtbrennbare Dämmstoffe, z. B. aus Glas- oder Steinwolle für VHF in allen Gebäudeklassen und für alle Anwendungen.

VHF - System und Sicherheit


VHF - System und Tradition

Die bauphysikalischen Vorteile der VHF sind seit vielen Jahrhunderten bekannt.

Besonders dort, wo es galt dauerhaft witterungsbedingten Einflüssen zu trotzen, kommen traditionell VHF verstärkt zum Einsatz. Auf Lattungen aus Holz wurden regional vorkommende Bekleidungswerkstoffe, wie z.B. Schiefer, Ziegel oder Holz befestigt. Später wurden VHF aus energetischen Gründen um Fassadendämmungen ergänzt.

VHF - System und Tradition


Hintergrundpapier „Brandschutz“ des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie

Der Brandschutznachweis ist in Deutschland Teil der Baugenehmigung für jedes Gebäude. Als oberstes Ziel haben die hierzulande geltenden Brandschutzbestimmungen die Sicherheit der Menschen und orientieren sich daher an der Notwendigkeit für Bewohner und Nutzer, sich selbst in Sicherheit bringen zu können oder von der Feuerwehr gerettet werden zu können.

Hintergrundpapier "Brandschutz"


Brandschutzleitfaden für Gebäude des Bundes

Der „Brandschutzleitfaden – Baulicher Brandschutz für die Planung, Ausführung und Unterhaltung von Gebäuden des Bundes“ beschreibt beispielhaft Planungsgrundsätze und Inhalte von Brandschutzkonzepten für Bauten des Bundes. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat im Jahre 2006 diese Broschüre in der 3. Auflage herausgegeben.

Brandschutzleitfaden für Gebäude des Bundes

 
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