Wandelbare Farbigkeit

Sanierung eines Bürogebäudes in München

2009 hat die Münchener Rückversicherungs- Gesellschaft AG das ehemalige Rechenzentrum des Unternehmens Siemens-Nixdorf in der Berliner Straße in München gekauft. Aus einem Architektenwettbewerb für die Neuinterpretation des gut erhaltenen Gebäudes ging das Planungsteam um die Architekten Sauerbruch Hutton als Sieger hervor. Zentraler Bestandteil des von den Planern entwickelten Konzeptes für die umfassende Sanierung und Erweiterung des Gebäudes aus den 1980er Jahren war die Neugestaltung der Fassade.

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Die vorgehängte hinterlüftete Fassade aus Glaselementen sorgt für wandelbare Farb-Effekte.
Foto: Hanno Keppel, Lithodecor

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Auch energetisch ist das Gebäude dank der Sanierung seiner Gebäudehülle mit VHF auf dem neuesten Stand.
Foto: Hanno Keppel, Lithodecor

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Beim Vorbeifahren lässt sich die Dynamik des Gebäudes erleben.
Foto: Hanno Keppel, Lithodecor

Dafür wurde die alte Gebäudehülle komplett bis auf den Rohbau zurück gebaut. Die Brüstungen des Rohbaus wurden entfernt und die Vorderkanten der Geschossdecken abgeschnitten, um eine exakte Auflagerung der neuen Fassade und damit einen konsequenten Wandel im Erscheinungsbild zu ermöglichen.

Geschwungene Form mit VHF

Nach der Sanierung gibt die neue vorgehängte hinterlüftete Fassade durch ihre dynamische Form dem Gebäude ein völlig neues Gesicht: Nichts erinnert an die ehemals golden verspiegelten Flächen mit Rücksprüngen und vertieften Fensterbändern. Stattdessen sind die Scheiben transparent. Gestalterisch integrierten die Planer die Versprünge in der gläsernen Gebäudehülle und realisierten so den markant geschwungenen Verlauf der Fassade. Verstärkt wird diese Dynamik durch die stufenweise nach oben auskragende Silhouette des Baukörpers. Für ausreichenden Sonnenschutz sorgen Sonnenschutzlamellen im Scheibenzwischenraum der Kastenfenster.

Überraschende Effekte in Bewewgung

Unverwechselbar ist zugleich das außergewöhnliche Farbkonzept mit überraschenden Farbwechseln je nach Standpunkt des Betrachters. Diesen Effekt erreichten die Planer durch versetzt angeordnete vertikale Lisenen, die auf der einen Fassade links und auf der benachbarten Fassade rechts mit der gleichen Farbe beschichtet sind. Autofahrern, die das Gebäude auf der Stadtautobahn passieren, bieten sich heute spannungsvolle Perspektiven durch den raschen Farbwechsel der Fassade.
Ein wesentlicher Baustein für die Realisierung des anspruchsvollen Gestaltungskonzeptes der Glasfassade bildete das vorgehängte hinterlüftete Fassadensystem Airtec Glass von Lithodecor.

Projektdaten

Projekt: Sanierung und Erweiterung eines Bürogebäudes in München
Bauherr: Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG, München
Standort: München
Architekt: Sauerbruch Hutton, Berlin
Bekleidungswerkstoff: Airtec Glas, DAW SE, Geschäftsbereich LITHODECOR
Verarbeiter: Sommer Fassadensysteme – Stahlbau Sicherheitstechnik Gmbh & co. kG, Döhlau
Fotograf: Hanno Keppel, DAW SE, Geschäftsbereich LITHODECOR

 
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