Markante Architektur

Logistikbüro Marabu, Bietigheim-Bissingen

Der neue Standort von Marabu-Kreativfarben befindet sich unweit des Stammwerkes auf der Gemarkungsgrenze von Bietigheim-Bissingen und Tamm, an der Umgehungsstraße K 1671 im Gewerbegebiet Heckenland. Aus dem Grundstück und seiner Umgebung konnten keine besonderen gestalterischen Anforderungen formuliert werden. Die Architekten haben deshalb eine eigenständige und starke Struktur auf dem Grundstück verankert. Die kompakte und klar gegliederte Architektur ist von der Kreisstraße aus gut sichtbar und schnell wahrzunehmen. Die Gebäudeanlage ist so konfiguriert, dass das Verwaltungsgebäude als Kopfbau an der signifikanten südöstlichen Grundstücksecke steht. Dahinter liegen die einzelnen Hallenschiffe der Produktion und des Lagers.

Umgeben von landwirtschaftlichen Nutzflächen ist das neue Logistikgebäude der Marabu-Kreativfarben in das Gewerbegebiet am Stadtrand von Bietigheim-Bissingen eingebettet
Foto: Gehbauer Helten Architekten BDA

Wie eine Kanzel schiebt sich das Logistikbüro aus der Nordfassade des mittleren Produktionsschiffes in den Ladehof. Hier werden die Warenein- und Warenausgänge datentechnisch erfasst und verarbeitet.

Ein horizontales Fensterband erstreckt sich über die gesamte Vorderseite und zieht sich beidseitig über die Gebäudeecken bis auf die Schmalseiten des Baukörpers. Die reduzierten Fensterprofile der beiden Öffnungsflügel und die profilfreien Ganzglasecken ermöglichen einen störungsfreien Ausblick von über 180°, und damit eine Überwachung der Verkehrsbewegungen auf dem gesamten Ladehof.

Die Erschließung ist konsequent zwischen Schwerlast- und Pkw-Verkehr getrennt. Die Zufahrt für den Lkw-Verkehr liegt an der Fritz-Lieken-Straße im Nordosten des Grundstücks. Hier befindet sich auch der Ladehof für den Warenein- und Warenausgang. Das Logistikbüro, die „Loading-Houses" mit den LKW-Andockstellen und die Entsorgungsstation an der Laderampe sind unter einem gebäudebreiten Vordach angeordnet. Das überdachte Außenlager für Paletten und IBC sowie das Gefahrstofflager liegen auf der gegenüberliegenden Seite des Ladehofes an der Nordgrenze des Grundstückes. Die Pkw-Zufahrt im Osten des Grundstücks erschließt den Besucherparkplatz sowie die überbauten PKW-Stellplätze für die Mitarbeiter.

Zur Fassade:

Die vorgehängte Fassade aus Stahlschutzplanken lehnt sich thematisch an das Thema Verkehr und Verkehrsleitung an und ist robust genug, um kleinere Karambolagen mit rangierenden LKWs schadlos zu überstehen. Der Baukörper des Logistikbüros besteht aus einer Massivwandkonstruktion aus Stahlbeton, auf der über Flachstahllaschen die Unterkonstruktion für die Fassadenprofile befestigt ist. Die Wärmedämmung des Baukörpers trägt eine schwarze Bitumen-Kaschierung, ebenso ist die Stahl-Unterkonstruktion schwarz beschichtet, um möglichst unsichtbar hinter dem Fassadenmaterial zu bleiben.

Die vorgehängte Fassadenschicht besteht aus Stahlschutzplanken, Profil B, verzinkt, wie sie auch im Straßenbau eingesetzt werden. Die Gebäudeecken werden ebenfalls durch vorgefertigte Formteile gebildet. Die Verwendung eines „Ready-Made"-Produktes als Fassaden-Material erforderte eine genaue Planung und Ausführung der Rohbauarbeiten sowie der Verlegearbeiten, die vor allem in der Höhenabwicklung auf die vorgegebenen Maße des einzelnen Elements genau angepasst werden mussten.

Projektdaten

Architekten: Gehbauer Helten Architekten, Oppenheim am Rhein
Bauherr: Marabuwerke GmbH & Co.KG
Verarbeiter: F.K. Systembau, Münsingen
Fassade: Fassade mit VHF, Stahlschutzplanken, Profil B sowie Ziegelfassadenplatten
Baujahr: 2004
Foto: Gehbauer Helten Architekten BDA

 
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