
Das am Ku’damm 33 denkmalgeschützte, sechsgeschossige und um 95° gebogene
Eckgebäude wurde 1954 errichtet. Das Büro- und Geschäftshaus gehört zur Königstadt Gesellschaft für Grundstücke und Industrie mbH Berlin und wurde 2019/2020 umfassend saniert.
Im Erdgeschoss befinden sich Geschäfte mit großen Schaufenstern. Darüber erstreckt sich ein langgezogener Sims. Der erste bis fünfte Stock ist mit weißem Spezialglas verkleidet. Im Kontrast dazu sind die Brüstungen unter den Fenstern aus schwarzem Spezialglas. Das Dachgeschoss mit großen Fenstern ist nach hinten versetzt. Darüber begrenzt ein großes, vorstehendes Dachgesims das Haus. Auch zum westlichen Nachbarhaus begrenzt eine vorstehende Einfassung das Gebäude. Die ursprüngliche zweifarbige Glasfassade wurde in den achtziger Jahren durch eine schwere Aluminium-Kassettenfassade in den Bestandsfarben als Vorhangfassade mit ca. 6 cm Wärmedämmung ersetzt und wurde jetzt wieder durch eine Glasfassade ersetzt. Der Eigentümer war bestrebt den historischen Charakter des Gebäudes wiederherzustellen und beauftragte Ende 2017 die Henke AG – Spezialist für Dächer und Fassaden - aus Berlin mit der Projekterstellung unter der Begleitung der Denkmalschutzbehörde. Auf einer Fläche von ca. 1800 m² wurde eine komplexe Glasfassade vom sächsischen Lieferanten LITHODECOR - spezialisiert auf Leichtbauträgerplatten mit Oberflächen in Glas, Keramik oder Naturstein - montiert. Die systembedingte Schlagfestigkeit sowie die möglichen Plattenformatgrößen sind nur einige der Vorteile der Produkte des seit 2021 zur Steinmann-Group gehörenden Unternehmens. Die nicht sichtbare Unterkonstruktion wurde von der Firma Systea GmbH mit der Kombination von Edelstahl Wandhaltern und Aluprofilen geliefert. Die Glasleibungen wurden genietet.