15.01.2013

20 Jahre FVHF

Rückblick auf die erfolgreiche Verbandsgeschichte

Seit zwanzig Jahren stellt der Fachverband Baustoffe und Bauteile für vorgehängte hinterlüftete Fassaden e.V. (FVHF) die Vorzüge der vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) in den Fokus seiner vielfältigen Aktivitäten. In diesem Zeitraum hat sich der Fachverband zu einem anerkannten Partner wichtiger Kommissionen der Baupolitik und der Bauwirtschaft entwickelt. Die kontinuierliche Mitgliedschaft und Mitarbeit in Gremien der Architektur, Baukultur und Normung, eine breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit, der Deutsche Fassadentag® sowie der Deutsche Fassadenpreis für VHF sind Aktivitäten, die über Jahre gewachsen und heute unverzichtbare Bestandteile unseres Bauwesens sind.

Anfänge der Verbandsarbeit
Im Jahr 1993 regte die Bundesfachabteilung Fassadenbau im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie an, eine Interessengemeinschaft zu initiieren, in der sich die Hersteller für Fassadenmaterialien engagieren. Neun Unternehmen erklärten sich daraufhin bereit, mit weiteren Firmen, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen eng zusammenzuarbeiten, gleiche Zielsetzungen zu verfolgen und die Förderung der VHF voranzutreiben. Die Vertreter der neun Gründungsmitglieder des FVHF – Alcan (heute Novelis), Alusuisse, BWM Dübel + Montagetechnik, Deutsche Rockwool, Eternit, Fulgurit, Moeding, TechnoCeram sowie Trespa – trafen sich damals im Haus der Deutschen Bauindustrie in Wiesbaden. In der Gründungsversammlung stellten sie die Weichen für eine technisch anspruchsvolle und von hohem persönlichen Engagement geprägte Verbandsarbeit.

Mitgliedschaften und Kooperationen
Der FVHF versteht sich herstellerübergreifend als fachliche Instanz und setzt sich kontinuierlich für die Güte des Fassadensystems in allen Belangen ein. Zentral ist dabei die fachbezogene Arbeit in Normungsgremien, wie zum Beispiel den Ausschüssen zur Aktualisierung der DIN 18516 und vieler anderer Normen und Regelwerke. Weiterer Schwerpunkt war und ist die Leitung des Arbeitskreises zur Pflege des Standardleistungsbuches-Bau, Leistungsbereich 038 "Vorgehängte Hinterlüftete Fassaden" und die Beratungen mit der Bundesfachabteilung Fassadenbau zur Pflege der ATV DIN 18351.
Seit seiner Gründung steht der Fachverband auch in engem Kontakt mit den relevanten Organisationen und Berufsverbänden der Architektenschaft. Dazu zählen beispielsweise die Mitgliedschaften im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., im Förderverein der Bundesstiftung Baukultur e.V. sowie bei der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V., deren Gründungsmitglied der FVHF ist. Auf europäischer Ebene pflegt der FVHF intensive Kooperationen mit dem Schweizerischen und dem Österreichischen Fachverband für hinterlüftete Fassaden (SFHF und ÖFHF) als weitere deutschsprachige Partner.

Qualitätssicherung sowie Aus- und Weiterbildung
Die vielfältigen und anspruchsvollen Anforderungen vorgehängter hinterlüfteter Fassaden können nur durch qualifizierte Umsetzung sicher erfüllt werden. Daher initiiert der FVHF verschiedene Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung sowie der Qualitätssicherung, die der hohen fachlichen Güte des VHF-Systems dienen und seine normgerechte Ausführung sichern.
Im Jahr 2000 startete daher der FVHF gemeinsam mit der Stuttgarter Gesellschaft für technische Überwachung das Projekt der "Baubegleitenden Qualitätsüberwachung". Das erworbene Know-how kommt neben den Verbandsmitgliedern auch der gesamten interessierten Öffentlichkeit zugute.
Seit seiner Gründung setzt sich der FVHF zudem intensiv für die qualifizierte Aus- und Weiterbildung von Fassadenfachverlegern ein. Von der Bundesfachabteilung Fassadenbau wurde mit Unterstützung des FVHF ein eigenes Berufsbild, der Fassadenmonteur, entwickelt. Seit 2001 kann die dreijährige inner- und außerbetriebliche Ausbildung mit einer Facharbeiterprüfung abgeschlossen werden.
Darüber hinaus veranstaltet der FVHF unter reger Beteiligung seiner Mitglieder und gemeinsam mit dem Ausbildungszentrum der Bauindustrie in Hamm seit vielen Jahren das "VHF Fassadenseminar – Planung und Ausführung" für Planer, Bauleiter, Ingenieure, Studenten und Bausachverständige.

Information und Kommunikation
Seit Beginn ist ein wichtiges Ziel des Fachverbandes herstellerunabhängig eine breite Öffentlichkeit von den Vorteilen der VHF zu überzeugen. Bereits im Jahr nach seiner Gründung unterhielt der FVHF seinen ersten Messestand auf der bautec 1994 in Berlin in Kooperation mit der Bundesfachabteilung Fassadenbau. Vier Jahre später gestaltete der Fachverband auf der glasstec in Düsseldorf erstmals einen eigenen Messestand gemeinsam mit einigen Mitgliedern. Durch die kontinuierliche Präsenz auf Messen informiert der FVHF die Fachöffentlichkeit über die Verbandsaktivitäten und aktuelle Entwicklungen des VHF-Systems.
Zahlreiche Seminare und Schriften zu allen Themen rund um die VHF ergänzen den Aktionsradius des Fachverbands: Die Schriftenreihe VHF im Fokus berichtet über aktuelle Themen zur VHF zu den Schwerpunkten Wirtschaftlichkeit, Gestaltung und Technik. Parallel dazu entstand das FVHF-FORUM, ein Medium, das als Verbandsinformation regelmäßig bundesweit verbreitet wird. Darüber hinaus steht auf dem Online-Fachportal unter www.FVHF.de ein breites Angebot an Broschüren mit praxisnahen Hinweisen für Planer, Architekten, Bausachverständige und Fassaden-Fachverleger zum Download bereit.

Fassadentag und Fassadenpreis für VHF
1995 fand der 1. Deutsche Fassadentag® vor dem Hintergrund der Sanierung von Großbausiedlungen gemeinsam mit dem 7. Leipziger Fassaden-Symposium mit über fünfhundert Teilnehmern statt. Seither entwickelte sich der Deutsche Fassadentag® zu einer wichtigen Diskussionsplattform und einem bedeutenden Branchentreff: Ende November 2012 stellten Vertreter der Wohnungswirtschaft beim 13. Deutschen Fassadentag® ihre aktuellen Positionen zur Diskussion. Auf der BAU 2013 in München suchen prominente Diskussionsteilnehmer aus dem Kreis der öffentlichen und privaten Wohnungswirtschaft, der Architekten und der Bundesstiftung Baukultur im Rahmen einer Podiumsdiskussion nach den Anforderungen an die Fassade der Zukunft. Thematisch folgend gibt der 14. Deutsche Fassadentag® im Mai 2013 die Antworten darauf, wie sich die verschiedenen Zielgruppen die Fassade der Zukunft vorstellen und welche zukunftsfähigen Lösungen gesucht sind oder bereits gefunden wurden.
Mit seinem Engagement verbindet der FVHF auch eine kulturelle Verpflichtung: Der vom Fachverband ausgelobte Deutsche Fassadenpreis für VHF zählt zu den von der Bundesstiftung Baukultur zum wiederholten Male in den Konvent der Baukultur berufenen Architekturpreisen in Deutschland. Unter dem Motto „Neuer Wohnungsbau“ im Jahr 1999 erstmals ausgelobt, ist der Preis damals wie heute am Puls der Zeit und erreicht ein interessiertes Fachpublikum. Die große Zahl von etwa 200 Einreichungen zum Architekturpreis verdeutlicht die Akzeptanz des Systems in der Architektenschaft sowie das große Gestaltungspotential, das die VHF für jedwede Bauaufgabe bietet. Die prämierten Projekte gelten als herausragende Beispiele für die Gestaltung, Technik und Wirtschaftlichkeit, die mit vorgehängten hinterlüfteten Fassaden realisierbar sind.

Die komplette Hintergrundinfo können Sie hier als Word-Datei downloaden.

 
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