Modernst Technik für Innen und Außen

Klinikum der J. W. Goethe Universität, Frankfurt

Das Klinikum der J. W. Goethe Universität liegt südlich des Mains innerhalb der zusammenhängenden Bebauung der Stadt Frankfurt.

Foto: Stefan Müller - Naumann

Bei dem Bauvorhaben 1. BA Ost handelte es sich um den Neubau eines viergeschossigen Gebäudekomplexes mit Außenmaßen von ca. 68 m x 110 m und 2 Innenhöfen. Auf dem Dach befinden sich eine Technikzentrale sowie ein Hubschrauberlandeplatz. Im Untergeschoss befindet sich die Notaufnahme mit der Liegendkrankenzufahrt und der Unfallchirurgie, die drei Geschosse darüber beinhalten alle chirurgischen Kliniken und das neue operative Zentrum des Universitätsklinikums. Die Errichtung des 1.BA Ost ist der Beginn der Gesamtsanierung des Zentralgebäudes des Klinikums.

Nach außen präsentiert sich der Gebäudekomplex zurückhaltend als kompaktes Volumen mit einer durch horizontale Fensterbänder gegliederten Fassade. Die Brüstungen und geschlossenen Fassadenbereiche sind mit einer vorgehängten hinterlüfteten Metallverkleidung aus pulverbeschichteten, anthrazitfarbenen Aluminium-Blechkassetten verkleidet.

Die zurückgesetzten, elementierten Aluminium-Fensterbänder treten hinter die perforierten Vertikallamellen in Form von Aluminiumstrangpressprofilen zurück, welche motorisch betrieben werden und als Sonnen- und Sichtschutz dienen. Im Bereich der OP-Flure und Besprechungsräume wurde die Fassade geschosshoch mit einer Aluminium-P/R-Konstruktion verglast. Als Sonnenschutz dienen hier feststehende Lamellen im Scheibenzwischenraum der Isolierverglasung.

Die Farbgebung der Fassade kontrastiert in einem Hell-Dunkel-Effekt, welcher die horizontale Gliederung der Fassade unterstreicht. Im Inneren ist der rechteckige Baukörper durch zwei verglaste Innenhöfe mit farbig gestalteten Glasbrüstungen gegliedert. Der Sonnenschutz wird hier durch eine Sonnenschutzverglasung und innen liegende, textile Markisen gewährleistet. Ein Reinigungs- und Wartungssteg ist in diesem Fall den Fassaden vorgelagert. Im Bereich der Magistralen und Stege wurde die Fassade ebenfalls geschosshoch mit einer Aluminium-P/R-Konstruktion verglast.

Klarheit, Offenheit und Reduktion auf das Wesentliche sind die gestalterischen Leitlinien des Entwurfes. Zurückhaltung, formale Ordnung und gestalterische Vereinheitlichung spiegeln den Versuch wider, komplexe räumliche Zusammenhänge verständlich zu machen.

Projektdaten

Architekten: Nickl & Partner Architekten AG
Bauherr: Land Hessen, Vertreten durch "Hessisches Baumanagement"
Verarbeiter: Grebenauer Metallbau Schreiner GmbH
Fassade: Aluminiumblech
Baujahr: 2007
Foto: Stefan Müller - Naumann

 
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